Archiv für 8. August 2008

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extrajetzt!

Das wollte ich euch nicht vorenthalten! Extrajetzt ist ein kleiner Flash-Drumcomputer inklusive Step-Syntheziser, mit dem man online ganz leicht 1-2 Stunden totschlagen kann! Es lassen sich verschiedene Sampes aus einer kleinen Library laden und wie gewohnt steppen. Dazu gibt es noch mehrere Pattern, um unterschiedliche Sequences zu „bauen“. Macht richtig Bock!

Leider kann man in der Version bislang noch nicht recorden/speichern, was mich gerade ziemlich ärgert, weil ich euch meinen geilen ersten Track hier zeigen wollte (Egal, macht es besser!) So eine Speicheroption inkl. community-sharing ist aber angeblich in der Mache.

Jetzt mal was in eigener Sache:

Ich bin etwas besorgt, dass dieser Blog zu ‘nem Online-News Portal ausartet, da bisher alle posts etwas mit Internet und neuen Medien zu tun hatten. Ich hoffe, das ändert sich bald. Spätestens, wenn ich aus diesem Hotel hier raus bin und selber wieder Kreativ werde! Was nicht heisst, dass ich momentan keine Musik mache – im Gegenteil!

Ich tobe mich gerade an einem eher gezwungenermaßen neuen Setup aus – meistens morgens um 9 Uhr, wenn ich nach 12 Stunden aus dem Hotel komme. Es besteht aus meinem MPC 1000, Turntable, miniKaossPad und meiner Melodika. Damit zu jammen macht richtig laune und weckt Vorfreude auf rosigere Zeiten MIT Notebook, in denen ich dann auch mal recorden kann! Denn als Instrument eignet sich der MPC hervorragend, als Sequencer für ganze Songs ist er dann doch etwas zu minimalistisch. Auch mit dem neuen JJ OS ist das recorden von längeren Samples aufgrund der 16 MB Ram ziemlich nervig! Skizzen und Songideen lassen sich aber hervorragend festhalten. Ein neuer Song namens „Thread“ ist gerade in der mache und lässt mich schon jetzt mit dem Kopf von einer zur anderen Zimmerwand nicken.

Und da wär noch das Projekt mit David, was mal weiter gemacht werden MUSS!!! Ich hoffe, dieses Wochenende wird dazu Zeit sein. Also David: wenn du das hier liest, dann kauf Erdnüsse und ruf an!

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jam mich tot!

Eigentlich sollte ich zur Abwechslung ja mal meine Hausarbeit anfangen, damit ich endlich mal wieder BaFöG gezahlt bekomme. Stattdessen sitze ich hier im Hotel rum und erfahre Dinge, die mein Musiker- und Nerdherz höher schlagen lassen.

Wie zum Beispiel das hier: Der Anbieter eJamming bietet eine Software an, mit der man online mit anderen Menschen auf der ganzen weiten Kugel musikalisch interagieren kann. Dabei klinkt man sich in peer2peer Audio- oder Midi Kanäle ein (die unter Windows ASIO mit 48 Khz erfordern) und kann sofort losjammen – Praktisch eine Art skype für Musiker. Das Projekt befindet sich zur Zeit in der Public Beta version und ist in dieser Phase noch völlig kostenlos. Schnellere Verbindungen werden mit einem Monatlichen Beitrag von 15-20 € angeboten.

Ob das alles nützt, wenn der Bandleader nach Australien zieht, sei dahin gestellt. Ich bezweifle, dass (vor allem eine „Gitarrenband“) onlinesessions ohne Bier und Kippen in nem Betonbunker zusammenschweisst. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass die Latenzen aushaltbar sind. Angeblich liegen sie unter 1er Millisekunde (was der latenz bei einem großen Symphonieorchester entspricht) aber einen Ping wird man wohl doch noch verspüren, vor allem, wenn man mit Asien jammt!

Nichtsdestotrotz halte ich das ganze für ein spannendes Projekt, was ganz neue Möglichkeiten mit sich bringt. Sänger wie Thom Yorke haben ja auch schon Songs über ISDN-Leitungen eines Hotels in einem anderen Land eingespielt. Globale Musiknetztwerke, Verschmelzung von Musik und Wissenschaft, akustische Experimente jenseits der Populärkultur, das alles kann durch solche Projekte Gefördert werden. Nur die Kommerzialisierung und Monopolisierung (durch ein neuentwickeltes patentiertes Protokoll) macht mir da etwas sorgen.